Das Angebot steht, der Preis passt, die Arbeit sowieso. Und ganz oben, wo der Absender steht: huber1978@web.de. Da liest der Kunde den Rest schon ein bisserl anders. Eine Adresse auf der eigenen Domain kostet wenig und ist an einem Nachmittag erledigt.
Die Zeile über dem Betreff liest jeder mit
Der erste Eindruck kommt vor dem ersten Satz. Dasselbe Angebot wirkt von info@deinbetrieb.de anders als von huber1978@web.de. Gleiche Leistung, gleicher Preis, gleiche Handschrift, nur die Zeile darüber redet mit.
Zahlen gibt es dazu, und sie zeigen alle in dieselbe Richtung. Die irische Domainverwaltung IEDR hat im März 2017 tausend Verbraucher befragen lassen: 77 Prozent vertrauen einem Unternehmen mit eigener Adresse, 64 Prozent trauen einer Gratis-Adresse im Absender wenig bis gar nicht. Eine US-Umfrage von OnePoll im Auftrag von GoDaddy kam ein Jahr davor aufs Gleiche heraus, für drei Viertel gehört die eigene Domain dazu, ein Drittel zweifelt an der Seriosität, wenn stattdessen eine private Adresse auftaucht.
Eins muss man dazusagen: Bezahlt haben beide Umfragen Firmen, die Domains verkaufen. Und aus Deutschland stammt keine davon. Eine belastbare Erhebung für den deutschen Markt habe ich nicht gefunden. Die Größenordnung deckt sich aber mit dem, was Betriebe erzählen, sobald sie umgestellt haben.
- Die Adresse gehört dir. Bei den Gratis-Postfächern darf der Anbieter sie nach längerer Ruhe an jemand anderen weitergeben, so steht es in den Bedingungen von GMX und WEB.DE.
- Das Postfach hängt am Betrieb, nicht an einem Menschen. buchhaltung@ oder vorname@ ist schnell angelegt, den Zugriff gibst du und nimmst ihn wieder weg. Fällt einer aus, kommen die Anfragen trotzdem an.
- Du bist nirgends gefangen. Wechselst du irgendwann den Anbieter, bleibt deine Adresse dieselbe. Kein Kunde muss sich etwas Neues merken.
Verboten ist es nicht, der Haken liegt woanders
Geschäftlich über web.de oder GMX zu schreiben ist nicht verboten. Wer dir das erzählt, will dir etwas verkaufen. Ich habe in den Bedingungen nachgeschaut, ein solches Verbot steht dort nicht.
Der Haken sitzt an einer anderen Stelle. Sobald Anfragen, Angebote und Rechnungen deiner Kunden in einem Postfach liegen, verarbeitet der Anbieter fremde Daten für dich. Dafür will die DSGVO einen schriftlichen Vertrag sehen. Für ein kostenloses Postfach bekommst du den nicht, bei Google, Microsoft und den üblichen Hostern liegt er beim Tarif dabei.
Ich bin kein Anwalt, und das hier ist keine Rechtsberatung. Wenn du es für deinen Fall genau wissen willst, frag jemanden, der das darf. Ich mache die technische Seite.
Vier Wege, einer davon passt zu dir
- Weiterleitung, der günstigste Weg: Post an info@deinbetrieb.de landet in deinem alten Postfach. Du liest weiter dort, wo du eh immer liest, nach außen steht trotzdem die richtige Adresse. Laufend zahlst du nur die Domain.
- Postfach beim Hoster, für die meisten Einzelbetriebe genau das Richtige: ein echtes Postfach auf deiner Domain, abrufbar in Outlook, Apple Mail und am Handy. Oft steckt es schon im Website-Paket, sonst 1 bis 3 € im Monat.
- Google Workspace: die gewohnte Gmail-Oberfläche auf deiner Domain, dazu Kalender, Meet und eine gemeinsame Ablage fürs Team. Ab 6,80 € pro Person und Monat.
- Microsoft 365: Outlook auf deiner Domain, dazu Teams und OneDrive, ab dem mittleren Tarif Word und Excel zum Installieren. Ab 6,07 € pro Person und Monat.
Preise: Stand September 2026, netto pro Person und Monat, direkt beim Anbieter zu zahlen. Google und Microsoft heben regelmäßig an. Im Gespräch rechne ich dir die Variante durch, die zu dir passt.
So läuft es, wenn ich es mache
- Zehn Minuten am Telefon: Was hast du bisher, was brauchst du wirklich, gibt es schon eine Domain? Danach weißt du, welcher Weg passt und was er kostet.
- Dann richte ich ein, meist in ein, zwei Werktagen. Die Umstellung lege ich auf eine ruhige Zeit, deine alte Adresse bleibt derweil erreichbar. Es geht keine einzige Mail verloren.
- Du schreibst weiter wie immer: gleiches Programm, gleiches Handy, gleicher Ablauf. Nur der Absender heißt jetzt nach deinem Betrieb.
Was ich dafür nehme
Einmalig 99 € netto. Da ist alles drin: das Gespräch, die Domain, die ganzen Einstellungen im Hintergrund, damit deine Mails ankommen und nicht im Spam hängen bleiben, die Einrichtung auf Rechner und Handy, der Umzug deiner alten Mails und Kontakte, eine Signatur mit den Pflichtangaben und eine kurze Einweisung.
Danach kommt von mir keine Rechnung mehr. Laufend zahlst du nur deine Domain, meist 2 bis 8 € im Monat, direkt beim Anbieter. Daran verdiene ich keinen Cent.
Warum so günstig? Weil das für mich der einfachste Weg ist, dich einmal kennenzulernen. Wenn danach nie wieder etwas von mir kommt, ist das auch recht, dann hast du eine ordentliche Adresse, und ich habe einen Kontakt, der weiß, wo er mich findet.
